Naturheilkunde ist eine Methode, um gesund zu bleiben und sich selbst mit natürlichen Mitteln zu pflegen. Bereits 1902 machte Benedict Lust diese Praxis in New York bekannt, als er die American School of Naturopathy gründete.
Die Europäische Union beschreibt Naturheilkunde als „nicht-konventionelle Medizin“ und die Weltgesundheitsorganisation bezeichnet sie als „traditionelle Medizin.“ Aber was bedeutet das genau? Heilpraktiker arbeiten daran, die allgemeine Gesundheit zu fördern und das Wohlbefinden zu steigern. Zum Beispiel, wenn jemand unter Verdauungsproblemen leidet, könnte ein Heilpraktiker Kräutertees oder eine spezielle Diät empfehlen, anstatt sofort zu Medikamenten zu greifen. Wenn jemand krank ist, unterstützen Heilpraktiker den natürlichen Selbstheilungsprozess des Körpers, eine Idee, die schon der antike Arzt Hippokrates als den „inneren Arzt“ bezeichnete.
Eine einfache Definition könnte lauten: „Naturheilkunde ist die Kunst, gesund zu bleiben und sich selbst mit natürlichen Mitteln zu pflegen.“
Der Hauptunterschied zur normalen Medizin liegt darin, dass die Naturheilkunde den ganzen Menschen betrachtet. Während die klassische Medizin meistens darauf abzielt, Krankheiten zu bekämpfen und Symptome zu behandeln, sucht die Naturheilkunde nach den Ursachen der Symptome und versucht, diese zu beheben. Beispielsweise könnte bei Schlafproblemen nicht nur ein Schlafmittel verschrieben werden, sondern auch Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation empfohlen werden. Oder bei Hautproblemen könnten natürliche Salben und Ernährungsänderungen zur Anwendung kommen, um die inneren Ursachen der Hautirritationen zu behandeln.
Zusammengefasst versucht die Naturheilkunde, die Ursachen von Gesundheitsproblemen zu verstehen und den Körper auf natürliche Weise zu unterstützen, anstatt nur die sichtbaren Symptome zu bekämpfen.
